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Sind sind hier: Startseite - Aktuelles - Artikel 13.5.2014

Resolution bzgl. bereits gestellter und zukünftiger Anträge auf Förderung aus unkonventionellen Erdgaslagerstätten und Erkundung derselben

Uetersen, 13.5.2014

Portrait: Norbert Vahl

Sehr geehrter Herr Minister Robert Habeck,

die AfA-Pinneberg ersucht die Landesregierung von Schleswig-Holstein, das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) aufzufordern, etwaige Anträge auf Erkundung von unkonventionellen Erdgaslagerstätten sowie insofern auch die Förderung aus denselben im Pinneberger Kreisgebiet b.a.w. zurückzuweisen.

Da das Gefährdungspotential des Fracking-Verfahrens für Tektonik, Grundwasser, Landschaft, Klima und Land-/Forstwirtschaft sowie dem überwiegend unterirdischen XFEL-Projekt im Stadtgebiet Schenefeld nach wie vor nicht abschlägig abschätzbar ist, und nachhaltig belastbare wissenschaftliche Forschungsergebnisse für Norddeutschland nicht vorliegen, lehnt die AfA-Pinneberg sowohl die Anwendung des Fracking-Verfahrens, als auch diesbezügliche, möglicherweise vom Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie bereits genehmigte, Erkundungsmaßnahmen in ihrem Einflussgebiet des Kreises Pinneberg grundsätzlich ab.

Aufgrund der wissenschaftlich und öffentlich diskutierten Risiken erscheint ein Antrag auf Anwendung des Fracking-Verfahrens, zum Schutze der Menschen des Kreises Pinneberg, wie auch des gesamten Landes Schleswig-Holstein, nicht genehmigungsfähig.

Dies vorausgeschickt, erachten wir auch bereits die Bewilligung von Erkundungen von unkonventionellen Erdgaslagerstätten (Fracking-Verfahren), als fragwürdig.

So sollten vor dem Hintergrund, dass das Fracking-bedingte Gefährdungspotential, wie bereits vorstehend erwähnt, derzeit nicht belastbar spezifizierbar ist, bei etwaigen in- und ausländischen Betreibern/Antragstellern keine Begehrlichkeiten erzeugt werden, die auch nur annähernd eine Genehmigungsfähigkeit des Fracking-Verfahrens in Aussicht stellen.

Wir die AfA-Pinneberg ersuchen die Landesregierung Schleswig-Holsteins sich nachhaltig und ernsthaft dafür einzusetzen, dass das Bergrecht dahingehend modifiziert wird, dass die Verpflichtung einer Umweltverträglichkeitsprüfung als gesetzliche Notwendigkeit eingeführt wird und im Rahmen der Diskussion um das Fracking-Verfahren die Beteiligungs-und Mitbestimmungsrechte der Bürger und Bürgerinnen ausreichend Berücksichtigung finden.

Mit freundlichen Grüßen
Norbert Vahl, Vorsitzender AfA-Pinneberg

Norbert Vahl
AfA-Kreisvorsitzender Pinneberg