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Sind sind hier: Startseite - Aktuelles - Artikel 8.9.2014

Stellungnahme der AfA Pinneberg zu Fracking

Prisdorf, 8.9.2014

Portrait: Jonny Dames

Liebe Freundinnen, liebe Freunde,
liebe Genossinnen, liebe Genossen,

das Thema Fracking darf für keinen Bürger, für keine politisch angagierten Menschen, besonders für Amtsträger nicht gleichgültig sein. Das Wort Fracking löst bei vielen Menschen Misstrauen aus.

Der Vorstand der AfA Pinneberg hat sich in diesem Jahr 2014 mit dem Thema sehr ausgiebig auseinandergesetzt und kommt zu dem Beschluss, dass der Kampf gegen Fracking erst beginnt.

Der Druck in der Gesellschaft wächst. Viele Kommunen und mehr als 80 Interessengemeinschaften (Bürgerinitiativen wie im Auenland SH) finden zusammen, um sich dem Wahnsinn entgegen zu stellen. Sie sind nicht mehr bereit von kapitalträchtigen Konzernen und Lobbyisten, wie von der Atomindustrie zur Kasse gebeten zu werden. Bei Fracking geht es um alles oder nichts.

Dies haben viele Bürger sehr schnell erkannt. Sie wehren sich, weil Sie erkennen, dass Ihr Trinkwasser mit toxischen Substanzen und noch viel mehr verseucht wird. Die drastischen Folgen wirken sich direkt auf Flora und Fauna aus. Hinzu kommt, dass hier zu erwartende Bodenabsenkungen ihr Eigentum vernichtet und sie ihre Heimat mit hohen Verlusten verlieren. Es ist dummes Gerede, dass Arbeitsplätze entspr. der Förderung enstehen.

Die AfA Pinneberg ist auch nicht bereit Arbeitsplätze zu akzeptieren, die massive Umweltschäden hervorrufen und mit menschenverachtenden Technologien betrieben wird.

Stellungnahme von H. Christian Hey, MEMBRE DU CONSEIL CONSULTATIF POUR L´ ENVIRONNEMENT SACHVERSTÄNDIGENRAT FÜR UMWELTFRAGEN

Wiedergabe:
Wir haben in den letzten Jahren eine Historie, da gibt es Erfahrungen, Assoziationen der Bevölkerung. Wir haben die Entlagerdebatte, das Disaster von Asse, wir hatten vor einigen Jahren die CCS Debatte und irgendwo assoziert man Fracking genau mit solchen Sachen, ob richtig oder falsch. Auf jeden Fall gibt es da so etwas wie ein Misstrauen. Die Situation in Europa und den USA ist ganz unterschiedlich.

In USA ist die Schiefergasrevolution auch ein Ergebnis der Beseitigung von Umweltvorschriften. Es gibt einen ganz großen Unterschied in Deutschland und USA. Deutschland ist hochgradig besiedelt. Es gibt hier eigentlich keinen Flecken mehr, wo es nicht auch Konflikte gibt und Betroffene gibt. Das ist ganz anders in USA. Wir haben auch ganz strenge Vorschriften zum Schutz des Trinkwassers, dass es nicht mit irgendwelchen Chemikalien verseucht werden darf.

Wir werden es vielleicht schaffen unsere Eigenversorgung mit Gas, der Eigenversorgungsanteil in Deutschland liegt ungefähr bei 14%, zu halten in den nächsten Jahren, wenn wir mehr Fracking haben. Das ändert sozusagen die energiewirtschaftliche Situation in Deutschland überhaupt nicht.

Deshalb sagen wir ganz klar, für die Energiewende bringt Schiefergas in Deutschland kaum was, gar nichts eigentlich. Die Mengen sind viel zu gering, um irgendeinen Einfluß zu haben auf die Preise. Auf jeden Fall ist es so, dass Deutschland nicht alleine steht.

In Frankreich gibt es ein Moratorium. Frankreich ist dort noch wesentlich entschiedener als Deutschland gegen die Schiefergasförderung. In Deutschland sind wir jetzt gerade dabei in Richtung eines faktischen Moratoriums zu gehen. Es gibt auch andere europäische Länder, die ganz euphorisch sind. In Polen setzt man ganz stark auf Schiefergas.

Da finden aber gerade die großen Ernüchterungen statt. Großbritannien war eines der ersten Länder, die gegen Schiefergas aufgestellt waren, haben aber jetzt letztes Jahr auch ihr Moratorium aufgelöst und haben ihre Meinung geändert.

Stellungnahme von H. Conrad Kunze, SOCIOLOGUE SOZIOLOGE

Menschen, die mit Fracking konfrontiert sind, haben Angst, dass Sie langfristig die Kosten bezahlen werden in Form von verseuchtem Grundwasser und unbrauchbarem Trinkwasser. Wer auf ARTE des Thema Fracking gesehen hat, weiß was uns dann erwartet.

Der Bericht GASLAND wurde in den USA prämiert.

Am Mittwoch, d. 30. Juli 2014 gegen 15:35 Uhr

wurde in den Nachrichten vom Umweltbundesamt berichtet, dass Fracking in Zukunft strenger reguliert wird. Stand: 30.07.2014 15:35 Uhr. Das Umweltbundesamt (UBA) will die umstrittene Schiefergasförderung, das Fracking in Deutschland, praktisch unmöglich machen.

“Grundsätzlich hält das Umweltbundesamt die Gefahren dieser Technik für zu groß” sagte die neue UBA-Präsidentin Fr. Maria Kautzberger bei Vorlage eines mehr als 600 Seiten starken Gutachtens.

Aus diesem Grund hat die AfA auf Ihrer Homepage intensiv zu diesem Thema Stellung bezogen.[.....] Norbert Vahl wurde vom AfA Vorstand in Funktion des AfA Vorsitzenden gebeten, direkt mit dem Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel, SPD, MdB Bundesminister und Frau Dr. Barbara Hendricks, SPD, MdB Bundesministerin, Kontakt aufzunehmen, zwecks Stellungnahme. Die Stellungnahmen haben wir auf unserer Homepage eingepflegt, so dass Sie Ihren persönlichen Gedanken Raum geben können.

Barmstedt wehrt sich gegen Rohstoffsuche
Bericht HH Abenblatt 4. Sept.2014, Bericht von FABIAN SCHINDLER

Die Stadt Barmstedt verstärkt ihren Einsatz gegen eine Reaktivierung der Erdölfelder bei Bad Bramstedt und Elmshorn. Mitte August hatte die Stadt kurzfristig Widerspruch gegen die vom Landesbergbauamt an den kanadischen Konzern PRD Energy ausgesprochene Erkundungserlaubnis für das Bramstedter Erdölareal eingelegt. Die Stadt hat auch gegen die mögliche Erkundigung des Elmshorner Feldes, das von Glückstadt bis Norderstedt reicht, Einspruch eingelegt.

Das ganze Auenland wird sich mit diesen Schildern bestücken, um zu signalisieren: Hier ist Privatbesitz.FRacking verboten

Nächster Termin:
Die Bürgerinitiative “Frackingfreies Auenland” will am Dienstag, 7.Oktober, ab 19:00 Uhr, erstmals einen Stammtisch anbieten.(Restaurant “Zur Tankstelle” an der Rosentwiete 34 in Brande-Hörnerkirchen.)

Die Arbeitsgemeinschaft für ArbeitnehmerInnenfragen in der SPD Kreis Pinneberg (AfA Pinneberg) wird an diesem Thema dran bleiben. Wir würden uns freuen, wenn Sie unsere Homepage besuchen und auch zu unseren Themen Ihre Meinung sagen. Machen Sie mit.

Ihre AfA Pinneberg
Mit freundlichen Grüßen
Jonny Dames