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Sind sind hier: Startseite - Aktuelles - Artikel 5.7.2016

Wo ist der Arbeitnehmer in der Parteispitze der SPD?

Schenefeld, 5.7.2016

Portrait: Jens Fechner

Sehr geehrter Parteivorsitzender,
lieber Genosse Sigmar Gabriel,

es ist eine bedauerliche Tatsache, dass die SPD immer weniger Bürger und Bürgerinnen unseres Landes mit ihren politischen Aussagen erreicht. Die Folge hiervon ist ein stetiger Verlust an Wählersolidarität, die wir den unterschiedlichsten Politbarometern entnehmen können.

Wir als Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmer (AfA) des Kreises Pinneberg bemerken diese Situation nicht nur anhand von Diskussionen und Gesprächen, welche wir mit Bürgern und Bürgerinnen, die als klassische SPD-Wähler identifiziert werden können, führen, sondern auch aufgrund der nicht zu ignorierenden Realität, dass ein erheblicher Anteil von betrieblichen Arbeitnehmervertretern und Gewerkschaften die LINKE als ihren neuen Partner im Kampf um Arbeitnehmer- und Bürgerrechte erkannt hat.

Die SPD ist, und als solches wird sie auch von den besagten Arbeitnehmervertretern und Gewerkschaften sowie den Wählern gesehen, zu einer Bande schwadronierender Intellektueller verkommen. Der Arbeitnehmer, als historisch belegter Wähler und Anhänger der SPD, muss sich daher wieder mit den Spitzenpolitikern unserer Partei identifizieren können. Durch Phrasen, unbestimmte Aussagen, und nicht nachhaltige Zieldefinitionen wird die Glaubwürdigkeit und Authentizität unserer Partei weiter sinken. Forderungen nach „…mehr Intellektualität“ erscheinen insofern kontraproduktiv und parteischädlich, da der Kern unseres Parteiproblems, wie so häufig, nicht annähernd lokalisiert wird.

Verehrter Genosse Parteivorsitzender! Wir die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmer (AfA) des Kreises Pinneberg sind der Auffassung, dass das Wesen der SPD ein einfaches und klardefiniertes ist und sein muss. Wir brauchen daher in der Parteispitze wieder echte Arbeitnehmer, mit deren deutlichen und einfach strukturierten Aussagen sich das Wählerklientel der SPD auch wieder identifizieren kann.

Den Hinweis vieler Akademiker in unserer Partei, dass Politik ein komplexes und schwieriges Geschäft sei und einfache Lösungen daher nicht möglich sind, erachten wir nicht nur als falsch, sondern als Irreführungsversuch. Nicht zuletzt kann dieser Hinweis aber auch als persönliche Schutzbehauptung zur Unterstützung des eigenen Amtsanspruches erkannt werden.

Viele Themen sind, wenn denn der Bürgerwillen auch von der Politik wahrgenommen würde, relativ einfach und strukturiert abhandelbar. Vermeindliche Visionäre sind hierzu jedoch nicht in der Lage, so dass der einfach und klar strukturierte, pragmatische und durchsetzungsstarke Arbeitnehmer in der Parteispitze unumgänglich ist.

Die Wahl der Kandidaten für Landes- und Bundestagsmandate darf nicht länger zu einer Persönlichkeitskür für Akademiker verkommen!

Wir die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmer (AfA) des Kreises Pinneberg fordern daher:

  • Für jedes zu besetzende Landes- oder Bundestagsmandat ist den Wahlberechtigten zwingend mindestens ein/e Kandidat/in aus der Arbeitnehmerschaft zu präsentieren.
  • Die Delegierten der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmer (AfA) erhalten ein Stimmrecht für sämtliche Kreis-, Landes- und Bundesvorstände der Partei.
  • Die betroffenen Satzungen werden diesen Forderungen umgehend angepasst und entsprechend inhaltlich modifiziert.

 

Einer baldigen Umsetzung unserer Forderungen sehen wir gerne entgegen.

Mit sozialistischen Grüssen

der Vorstand der AfA-Pinneberg
Kay-Uwe Dohrn, Jürgen Heesch, Jens Fechner, Jonny Dames, Christoph Schmidt, Michael Schinkel, Benjamin Wirth